
Der High School Aufenthalt
Canada
Inzwischen ist weltweit bekannt, dass canadische Schüler
mit die besten Ergebnisse bei internationalen Vergleichstests
(PISA) erzielen.
sinnvollen und erprobten Schulkultur. Anerkennung, Lob,
Motivation und individuelle praktische Förderung der Schüler
sind die Basis für den Lehrauftrag.

Canada - das optimale Land für einen Schulbesuch
Canada ist ein großes, vielfältiges und spannendes Land. Mit seinen fast zehn Millionen Quadratkilometern
ist es das zweitgrößte Land der Erde. Seinen multikulturellen Charakter verdankt Canada den vielen Einwanderern,
die seit Jahrzehnten das Land besiedeln. Ein Magnet für Einwanderer und Besucher ist Canada nicht
nur wegen seiner einzigartigen, abwechslungsreichen Landschaften. Als eine der führenden Industrienationen
bietet Canada seinen Bewohnern einen hohen Lebensstandard und eine angenehme Wohnqualität. Canada
gilt als eines der sichersten Länder der Welt mit einer extrem niedrigen Kriminalitätsrate.
Der große Reichtum an atemberaubender Natur mit Bergen, Flüssen, unendlich vielen Seen, Ozeanen und
weitem wildem Land lädt ein zu Ausflügen, Abenteuern und großartigen Entdeckungen.
Canada ist aber nicht nur für Naturliebhaber ein Erlebnis. Der Kontrast zwischen der grandiosen Natur und
Canadas pulsierenden Großstädten wie Vancouver und Toronto fasziniert Menschen aus aller Welt.
Das Schuljahr
Das Schuljahr ist in zwei Semester unterteilt. Es beginnt Anfang September und
endet Ende Juni. Das zweite Semester beginnt Anfang Februar. Ferien gibt es im Frühjahr und um
Weihnachten jeweils zwei Wochen. Die großen Sommerferien dauern ca. neun bis zehn Wochen.
Das Schulsystem
Canadas Bildungssystem liegt im internationalen Vergleich auf höchstem Qualitätsniveau.
Das und vieles mehr macht es für ausländische Schüler so attraktiv eine canadische Secondary School
zu besuchen.
In Canada gibt es kein Bildungsministerium auf Bundesebene und daher auch kein einheitliches
Bildungssystem. Die Zuständigkeit liegt bei den Bildungsministerien der zehn Provinzen.
Das Schulsystem ist wie in Deutschland föderal gesteuert. Es unterscheidet sich aber in wesentlichen Punkten
vom deutschen. Zum einen sind alle Schulen Ganztagsschulen. Zum anderen ist das canadische Schulsystem
"durchlässiger" als das deutsche, da Schüler nicht schon nach der 4. Klasse in eine Hauptschul-, Realschuloder
Gymnasiumslaufbahn gepresst werden, sondern alle gemeinsam 12 Schuljahre durchlaufen. Das Konzept
der Gesamtschule bietet den Schülern einen wesentlich größeren Raum, ihre Fähigkeiten, Begabungen und
Interessen auszuprobieren und sich für ihren späteren Beruf zu orientieren.
Die Schüler wählen für jedes Semester insgesamt vier Fächer aus. Neben den Kernfächern wie zum Beispiel
Englisch, Mathematik und Geschichte und können außerdem aus einem attraktiven Kursangebot je nach
persönlichem Interesse weitere Fächer auswählen. Das könnten zum Beispiel Physical Education
(Sport), Modedesign, Tanz, Rhetorik, Schauspiel oder ein Handwerk sein. Der Beratungslehrer (Guidance
Counselor) hilft den Schülern bei der Fächerwahl. Für die Gastschüler steht an jeder Schule ein eigener
Berater zur Verfügung.
Clubs wie Fotografie, Computer, Theater oder Musik ergänzen die vielfältige Angebotspalette. So bietet das
Schulsystem in Canada den Gastschülern die Möglichkeit, Pflichtfächer und eigene Interessensschwerpunkte
ideal zu kombinieren.
Der Unterricht erfolgt nicht, wie in Deutschland, im Klassenverbund, sondern die Schüler belegen ihre
Kurse, in denen so genannte Credits erworben werden. Ist die erforderliche Leistung für eine bestimmte Stufe
erreicht, rückt man in die nächste Stufe vor. Der High School Abschluss wird also durch den Erwerb der erforderlichen
Credits erreicht.
Nach Abschluss der 12. Klasse und nachdem die canadischen Schüler die von der jeweiligen Provinz
festgelegten Prüfungen absolviert haben, bekommen sie ihr High School Diploma. Um zur Universität
zugelassen zu werden, muss man in der Sekundarstufe gehobene Kurse in Englisch und den naturwissenschaftlichen
Fächern belegt haben.
Fächer Der Lehrplan aller canadischen Schulen beinhaltet die Kernfächer Mathematik, Englisch,
Geschichte sowie eine Fremdsprache. Diese Fächer können immer in einem der beiden Semester gewählt
werden.
Canada macht Schule Die Schule begreift sich als Gemeinschaft, in der sich die Schüler wohl und geborgen
fühlen sollen. Leistungen werden gelobt, Ziele definiert und soziale Kompetenz vor stures Pauken
gestellt. Trotzdem kann von "Kuschelpädagogik" keine Rede sein. Disziplin, Respekt und Verantwortung sind in
klaren Regeln definiert. Es gibt besondere Schulprogramme, in denen die Werteorientierung und das soziale
Verhalten vermittelt und gefördert werden. Canadische Schulen zeigen, dass kognitive Leistungen
und soziales Lernen nicht im Gegensatz zueinander stehen. Die Schüler bekommen die Möglichkeit, neben
dem Pflichtprogramm auch fächerübergreifend und anwendungsbezogen zu arbeiten. Damit fühlen sie sich
dem Thema viel näher, als wenn sie für bevorstehende Prüfungen den Lehrstoff auswendig lernen.
Da die Schüler in Canada einen wesentlichen Teil ihres Tages in der Schule verbringen (ca. von 8.00 bis 15.30
Uhr) werden neben den Leistungsfächern auch viele Wahlfächer angeboten. Schauspiel, Computerkurse,
Kunst, Werken, Instrumentalunterricht und Outdoor Education sind bei den Schülern sehr beliebt. Sport wird
in Canada ganz groß geschrieben. Die Schulen verfügen über gut ausgebaute Sportanlagen und entsprechende
Ausstattungen für viele Sportarten. Je nach Lage der Schule und Jahreszeit können Gastschüler oft
ganz neue Sportarten ausprobieren, wie zum Beispiel Golf, Kanufahren oder Eishockey. Jede Schule hat ihre
eigenen Sportteams. Volleyball, Basketball, Baseball, Lacrosse (Ballsportart mit Netzschläger) und Hockey
sind beliebte Mannschaftsspiele.
Da viele Aktivitäten im Rahmen von Schulveranstaltungen stattfinden, haben canadische Schüler eine starke
Bindung an ihre Schule. Sie sind stolz auf ihre Schule. Auch außerhalb des Schulalltags kommen Schüler,
Lehrer und Eltern zusammen zu Sportveranstaltungen, Musik- oder Theatervorführungen. Die meisten Schulen
unterhalten eine eigene Band, die bei Veranstaltungen auftritt und mehrmals im Jahr Konzerte gibt. Die
Atmosphäre einer canadischen Schule ist freundlich und entspannt. Man fühlt sich willkommen und zugehörig.
Gastfamilie Canadier sind bekannt für Ihre Gastfreundschaft und Herzlichkeit gegenüber Ausländern. Wenn
sie sich dazu entschließen einen Gastschüler aufzunehmen, dann tun sie das mit großer Leidenschaft und
Bereitschaft, ihrem vorübergehenden Familienmitglied ein angenehmes Zuhause zu bieten.
Die Familien werden von den dafür ausgebildeten homestay coordinators des jeweiligen Schulbezirks
ausgewählt, geprüft und vorbereitet. Die homestay coordinators sind dann auch die Betreuer für die
Schüler und helfen bei Fragen und Problemen. Sie halten regelmäßigen Kontakt zu den Schülern und
stehen jederzeit zur Verfügung, wenn Hilfe benötigt wird.
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